Hamburg – etwas konfus

Das Osterwochenende hab ich bei Alex in Hamburg verbracht. Das erste Mal, dass ich bewusst und länger als nur einen Nachmittag dort war. Schön war es. Trotz kaltem Wind und grauem Himmel. Ein paar konfuse Erinnerungen:
Es gibt in der Innenstadt einen Buchladen der schwedische (Kinder-)literatur führt und ich werde mich am nächsten windigen, verregneten Wochenende mit Wörterbuch auf dem Schoß durch ein Muminbuch von Tove Janssen kämpfen. Außerdem gibt es eine Straße in die nur Männer ab 18 dürfen, Alex meinte Frauen bewirft man da wohl mit Kohl, oder ähnlichem, sollten sie den Schneid haben, die Hinweise am Eingang der Straße zu missachten. Gemeinheit! Aber gibt genug anderes, sicherlich interessanteres, zu sehen in Hamburg. Den alten Elbtunnel zum Beispiel. Ein faszinierendes Gebäude, mit tollen architektonischen und technischen Details. Die großen Frachter sind auch toll anzusehen, vom Elbstrand aus, zum Beispiel. Musste immer dran denken wie ich damals bei meinem Praktikum in Stockholm die Wege von Containern nachverfolgen und verschollene Container aufstöbern musste. Jaja, ich bin wohl doch eindeutig die Tochter eines Logistikers. Außerdem hab ich mir am Elbstrand ausgemalt wie schon das da doch im Sommer sein muss, mit den nackten Füßen im Sand und der Nase im nicht ganz so kalten Wind. Am Samstagnachmittag wurden da riesige Holz- und Tannenhaufen aufgeschichtet, für die Osterfeuer in der Nacht. Als die brannten waren wir aber schon längst wieder in der Wohnung, aber von da konnten wir das Feuerwerk über dem Dom sehen. Der Dom ist ein Volkfest auf dem wir am Sonntag dann auch noch einmal kurz waren. Da gab es Losbuden, die Kindern eine große Auswahl an Gewinnen versprachen. Letztenendes bestand die Auswahl dann aber nur zwischen „einem riesen Knut“ (ja das Wort Eisbär, das gibt es nicht mehr. Das sind jetzt alle Knuts. Örgs.) oder hässlicher Schäfchenbettwäsche. Viel feiner war da doch der Currywurstladen im Schanzenviertel. Da gibt es Biowurst von glücklichen Schweinen und die Pommes sind toll. Ein nettes Café haben wir dann dort letztendlich auch gefunden. Als ich Donnerstag nach einem gemütlichen Café im Schanzen- bzw. Caroviertel gesucht habe, bin ich nämlich vor lauter Kaffeesuchtdelirium nicht fündig geworden, landete schließlich bei Starbucks und zweifelte ein bisschen an der Stadt. Aber nach dem Wochenende sind die Zweifel weg. Ich mag Hamburg und ich komm wieder, ganz oft. Da ich nehme auch gerne wieder 3 Stunden im von Horror-Kindern überbevölkerten ICE in kauf.
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Hej das klingt nach einem sehr schönen Wochenende.
Ich war am Samstag im Elbtunnel, weil ich da ab und an durchlaufe wenn ich laufen gehe. Abends war ich dann in Oevelgönne beim Osterfeuer das du gesehen hast.
Sag das nächste Mal einfach mal bescheid wenn du Zeit hast.
Beste Grüße.
Das Osterfeuer muss toll gewesen sein.
Und ja, das nächste Mal sag ich bescheid!
jaja beim netten café suchen bin ich auch schon verzweifelt, selbst in der schanze gibt es nicht sooooo viele tolle. oder ich habe sie nie gesehen…aber ich war nun schon sehr oft in der schanze. naja der saal II ist aufjedenfall ein tolles café zum prima frühstücken und überhaupt herumchillen.
kannst mir gerne mal ein paar schöne nennen…bin dieses und nächstes WE in HH, um judith zu besuchen und die woche drauf beim studio hamburg nachwuchspreis, beim dem die geschwister brüggemann doch hoffentlich den drehbuchpreis abstauben werden. und da fehlen mir noch gemütliche cafés
liebstes grüße an dich!
*jule
tove jansson ist aber finnin.
ja klar. aber ihre muttersprache war schwedisch und die bücher im original auch