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SPEX aus Berlin

Ich weiß nicht was ich davon halten soll, lag ja auch vorhin erst im Briefkasten. Allerdings ist das Glanzcover schonmal abschreckend und fühlt sich auch doof an und die Grafik erinnert mich irgendwie an Neon… nach dem Lesen der Texte wird dann entgültig entschieden ob die Zeitung einen Abonnenten weniger hat, oder nicht. Wobei, das Inhaltsverzeichnis auch nicht viel Spannung verspricht. Sieht nicht gut aus…
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Monster

Die Maschinen die gerade in der Innenstadt das alte Mensagebäude abreißen sehen aus wie Monster… und auf flickr gibt es noch ein paar mehr Bilder dazu.
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Deswegen war ich heute auch zum ersten Mal im Seemannsglück und habe zugeschlagen. Netter kleiner Laden jedenfalls, leider ein wenig weit weg, aber lohnt sich trotzdem. Gekauft habe ich das neue Shins Album, die alte Jeans Team, eine Uffie Single und das letzte Hot Chip Album. Juchee. Last.fm hat jetzt erstmal frei!

Eigentlich wäre an dieser Stelle ein Bild aus dem Seemannsglück passender gewesen, stattdessen nur mein langweiliger Plattenspieler und die Neuanschaffungen.
Das hier find ich übrigens auch eine SEHR gute Sache:

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Pfui Winter
Vor kurzem dachte ich ja noch wie schön ein bisschen Schnee wäre, aber jetzt bin ich mal wieder überzeugt, den braucht kein Mensch, außer die mit Kamin, Badewanne und Schlittenbergen vielleicht und die, die es nicht nötig haben bei dem Wetter rauszugehen.
Die SZ reagiert gleich wieder mit Schneechaos und Wintereinbruch Sonderberichterstattung. Das ist ja heutzutage üblich wenn ein bisschen stärkerer Wind geht oder Mitte Januar ein paar Flöckchen vom Himmel fallen. Für die Bildung und Unterhaltung (prodesse et delectare!) der Eingeschneiten gibts dazu noch ein paar Wintergedichte deutscher Dichter.
Ja, und da wird mir der Herr Heine doch zumindest stellenweise sympatisch, obwohl ich mich doch vor zwei Tagen noch tierisch über seine „Romantische Schule“ die ich für ein Referat aufbereiten muss aufgeregt habe. Also heute gleich mal mit dieser neugewonnenen Sympatie und kopierter Sekundärliteratur weiterarbeiten!
Raus will man ja eh nicht mehr.
Winter
Die Kälte kann wahrlich brennen
Wie Feuer. Die Menschenkinder
Im Schneegestöber rennen
Und laufen immer geschwinder.
Oh, bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
Und die Klavierkonzerte
Zerreißen uns die Ohren.
Weit besser ist es im Summer,
Da kann ich im Walde spazieren,
Allein mit meinem Kummer,
Und Liebeslieder skandieren.
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Nerdmädchen
Wochenenden mit Lego Star Wars II, einem tollen Spielpartner und Unmengen an Süßigkeiten sind toll!
Und morgen kauf ich mir ein Gamepad!

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Blubb
Schwimmbäder die so voll sind wie Innenstädte zur Weihnachtstzeit sind keine Freude. Außerdem gibt es dort entweder Leute die extrem langsam schwimmen oder das Schwimmbecken in aggressivem Kraulstil durchpflügen. Meine Freunde, die ich nicht dazu bewegen konnte mich zu begleiten, müssen sowas geahnt haben…
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Wir nennen es Wohnzimmer

Ich zitiere einfach mal:
„Musik zum Zuhören findet man schwer in der Leipzig, sofern man nicht ins Gewandhaus geht. Meist geht es es entweder um Tanzen (was an sich natürlich eine gute Sache ist) oder um Hintergrundgedudel. Das möchten wir ändern und starten deshalb am 11.01. im Cafe Cantona eine monatliche Reihe für Musik zum Zuhören und lieben. Das Ganze heißt Wir nennen es Wohnzimmer und möchte Euch untanzbare, aber trotzdem unheimlich tolle Musik näherbringen. Beginn ist um 21.00 Uhr.“
Hinkommen fänd ich ne gute Sache!
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und Silvester!
Ja pünktlich dafür war ich dann wieder in Leipzig. Da gab es ein kleines, sehr feines Fest und davon gibt es Bilder!

Erwähnte ich schonmal das ich ziemlich glücklich bin?!
Das Lied zum Jahreswechsel und für den Rest des Jahres übrigens: Jeans Team – Wunderbar!
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So,
und wer den Bauhaus Eintrag bis zum Ende durchgehalten hat (jaaa, ich bin die Königin der langen Sätze und Punktation ist mir bis heute ein Rätsel) der bekommt einen Keks:

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Bauhaus
So, wie so oft fällt es mir genau bei den Dingen die mich am meisten beeindruckt haben und bei denen ich dachte „he darüber musst du einen ausführlichen Blogeintrag schreiben, darüber gibt es so viel zu berichten“ am schwersten wieder Zuhause einen ordentlichen Eintrag zu verfassen. Ich versuch es trotzdem.
Also Samstag ging es mit meinem „International Style“ Seminar nach Dessau ins Bauhaus. Dessau liegt wirklich gleich um die Ecke, 40min im Regionalexpress und man ist dort. Verlässt man das Bahnhofsgebäude erschlägt einen erstmal eine unglaubliche Tristesse. Man blickt auf Plattenbauten die vielleicht niemals schön gewesen sind aber definitiv schonmal bessere Tage gesehen haben. Man blickt um sich und fragt sich, wo es überhaupt ist das berühmte Bauhaus. Der Stadtplan verrät, es liegt hinter dem Bahnhof. Also einmal unter den Gleisen durch und den Hinterausgang genommen. Da ist es dann auch ausgeschildert. Es geht vorbei an sanierten Häusern und schicken neuen Gebäuden die die FH Sachsen Anhalt beherbergen. Der Schock vom ersten Eindruck ist schon fast vergessen. Dann das Bauhaus. Mein erster Gedanke war: „Huch, das ist aber klein.“ Später erfahren wir das man es zu Gropius Zeiten von der anderen, der berühmten und vielfotografierten Seite mit der senkrechten „Bauhaus“ Aufschrift erreicht habe und das Gebäude zudem auf fast freiem Feld stand, was dann doch wesentlich beeindruckender gewirkt haben mag.

Das Innere des Gebäudes ist detailreicher und verspielter als ich gedacht habe. Farben spielen eine große Rolle und immer wieder wird man überrascht. Beispielsweise von der abgehängten Decke, in der Eingangshalle, die an den Innenseiten blau gestrichen ist und so der rosa Wand über den Eingängen zur Aula einen violetten Schimmer gibt…
Ach, das fällt so schwer es zu beschreiben, man sollte es sehen. Jedenfalls gefiel mir das ganze Gebäude so gut das ich sofort eingezogen wäre. Interessant dann auch die Geschichte des Gebäudes, welche Veränderungen es nach dem Umzug des Bauhauses nach Berlin erfahren hat und wie man seit den 70er Jahren wieder versucht hat es in seinen Originalzustand zu bringen, kein leichtes Unterfangen. Wir sahen die recht großen Zimmer für die Studenten mit ihren kleinen Balkonen auf die, der Bildbeweis ist damals erbracht worden, doch recht viele Studenten passen. Wir standen in Gropius Büro und hatten den unsäglichen Geruch des Fußbodens (irgendein Linoleumersatz) in der Nase und fragten uns wie Gropius das tagtäglich ausgehalten hat. Wir durften Fenster auf und zu machen und lernten das die Öffnungs- und Schließungsmechanismen aus der Industrie stammten aber trotz aller Funktionalität etwas unheimlich verspieltes hatten. Wir sahen wie sich Außen- und Innengestaltung des Gebäudes ergänzten und sich die Lampen der Aula nachts auf der Unterseite der Brücke, welche die beiden Gebäudeflügel verbindet, fortzusetzen scheinen. Begeisterung!
Dann ging es vorbei an Kleinbürgerlichen Mietshäusern zu den Meisterhäusern. Das erste Haus in der Reihe war das Haus von Walter Gropius. Die Betonung liegt auf ‘war’. Von dem Haus ist leider nicht mehr viel übrig außer dem Keller und der Garage. Das Haus wurde, zusammen mit einer Hälfte des ersten Meisterhauses, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges von einer Bombe zerstört. Das jetzt noch optisch erlebbare Verbrechen geschah aber einige Jahre später als auf den Keller ein gewöhnliches aber doch durch unglaubliche Hässlichkeit bestechendes Wohnhaus gesetzt wurde. Scheinbar wird noch immer diskutiert was mit dem Haus passieren soll und ob Gropius Wohnhaus wieder rekonstruiert werden soll. Hat man diesen Schock verdaut geht es weiter zu den anderen Meisterhäusern. Diese sind typisch modern, weiß, verschachtelt, große Fenster, Balkone mit schiffsrehlingartigen Geländern und stehen als Doppelhäuser in einem Park. Zäune gibt es nicht. Würden die Optik aber auch immens stören. In das Letzte der Häuser gehen wir dann auch rein. Es wurde einst von Klee und Kandinsky bewohnt. Heute finden dort Ausstellungen statt. Die Meister hatten in ihren Häusern die Freiheit die Wände zu streichen wie sie wollten und Kandinsky hat die Gelegenheit genutzt einige wirklich gewagte Farbexperiemente zu machen. So ist eine Wand im Wohnzimmer golden gestrichen, passend zu den schwarz/goldenen Fensterrahmen. Das kleine Esszimmer ist schwarz und orange gestrichen und man fühlt sich regelrecht beengt (was Nina Kandinsky in einer Biografie allerdings wehement bestritten hat). Überhaupt schien Herr Kandinsky nicht viel übrig zu haben für die Helligkeit und Offenheit der Häuser die für Gropius so eine bedeutende Rolle gespielt haben. Wir erfahren das er die großen, bis in Obergeschoss durchgehenden Glasfenster des Treppenhauses weiß getüncht hatte um zu verhindern das jeder von der Straße in sein Treppenhaus gucken konnte. Überhaupt waren die Meisterhäuser innen doch eher enttäuschend. Die Räume wirkten, bis auf das Atelier, eher klein und bedrückend, viel war nicht zu merken von den Prinzipien der Moderne.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann per Straßenbahn durch deprimierende Viertel mit Wohnungslehrstand nach Dessau Törten, wo Gropius eine Arbeitersiedlung entstehen ließ. Erst schauten wir uns aber noch die Laubenganghäuser an. Diese erinnerten an Häuser in Stockholm und gefielen mir sehr gut. Muss schon eine Erlösung gewesen sein damals in so eine für unsere Verhältnisse zwar kleine aber doch sehr lichte und geräumige Wohnung zu ziehen wenn man vorher im x-ten Hinterhof eines Häuserblocks gewohnt hat und sich vielleicht noch sein Bett mit den eigenen Kindern teilen musste. Hier gab es den Laubengang als Terrasse und einen großen Garten zum Anbau von Gemüse und um viel Zeit draussen zu verbringen. Die Siedlung Dessau Törten war wieder ein wahrer Schock! Die Häuser wirkten wie jede andere Reihenhaussiedlung. Hässliche Türen, umgebaute Fenster und verschnörkelte Briefkästen machten die ganze Idee des Bauhauses zu nichte. Gropius würde im Grab rotieren wüsste er was mit seiner Idee einer Siedlung mit standardisierten Häusern die für Arbeiterfamilien zu erschwinglichen Preisen zu erwerben waren und zudem noch im Ober- und Untergeschoss breite Fensterbänder und nach hinten einen recht großen Garten zur Selbstversorgung hatten, geschehen ist. Mittendrin in dieser deprimierenden Siedlung des schlechten Geschmacks steht dann ein rekonstruiertes Haus und man kann sehen wie gut es hätte aussehen können. Aber der Mensch strebt wohl nach Individualität, auch wenn diese jegliche Ästhetik außer acht lässt. Zum Abschluss besichtigen wir dann noch das Stahlhaus. Hier ist meine Aufnahmefähigkeit dann aber so im Keller das ich nicht mehr viel mitbekomme. Es ist kalt, ich bin müde und will nur noch heim.
Anstrengend war es. Aber informativ. Der Text wird dem Erlebten nur wenig gerecht. Schade, eigentlich.
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